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Dillias Tagebuch – Ashes of Creation Entwicklerblog

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Ich war ein Kind, als sie das erste Mal am Nachthimmel erschienen. Zuerst waren es drei klare Lichter. Nicht die Hellsten am Himmel, jedoch hell genug. Meine Mutter erzählte mir, dass sie ein Zeichen Gottes waren, dass die Welt begann sich zu verändern. Sie hatte einen Sinn für diese Art von Dingen. Eine große Anzahl an Frauen in der Familie meiner Mutter waren ein Orakel.

Auf einer der vielen Tafeln in der Großen Halle von König Grimlaey steht die Geschichte meiner Urgroßmutter geschrieben, das Royal Court‘s Regent Oracle und wie sie den Aufstieg der Unsterblichen im Großen Krieg voraussagte.

 

Als die Tage zu Monaten wurden und Monate zu Jahren, wuchs die Zahl der Lichter am Nachthimmel. Die Priester in den Tempeln begannen die Lichter als Vorboten zu deuten. Bis zu meinem Abschluss an der Master Stonecutters University waren es 16 Lichter. Jeden Monat wurden die Lichter heller und größer.

 

Es bedurfte nicht viel Zeit, damit sich die Dinge in Dünheim veränderten. Familien, mit jenen ich aufgewachsen bin, begannen von der Stadt in das Herz des Berges zu ziehen. Reisende waren weniger gewöhnlich und Tempeldienste wurden jeden Tag mit neuen Bekehrten gefüllt, welche nach einer Antwort auf die Vorboten suchten. Meine Mutter wollte die Stadt ebenfalls verlassen, aber mein Vater wollte es nicht hören. Sein Auktionshaus ist, was uns das Essen auf den Tisch brachte und meine Brüder waren beide in der Ratswache. Es gab keine Möglichkeit, dass mein Vater dabei gesehen wird, den Berg zu verlassen. Ehre und Respekt bedeutete mehr als das Leben an sich und mein Vater war sehr stolz auf meine Brüder. Trotz der Beharrlichkeit meiner Mutter die Stadt zu verlassen, blieben wir.

 

Das Leben ging  weiter, so normal wie möglich. Tag für Tag ragten die Vorboten am Himmel auf und letztendlich auch am Tage sichtbar. Eine konstante Erinnerung an die Zukunft, die Verra widerfahren wird. Die größten Schriftgelehrten unserer Zeit konnten keine Referenz zu diesen Phänomen in unseren alten Manuskripten finden. Die Hohepriester und Orakel von allen bedeutsamen Tempeln im ganzen Dünzenkell Königreich wurden zu der großen Hauptstadt berufen, Dünthol.

 

Tage bevor die große Ratssitzung beginnen sollte, wurde König Brühnir von einer mysteriösen Krankheit betroffen. Meine Mutter, welche ein Teil der Delegation von Dünheim war, schrieb mir, wie ausgezehrt der König wirkte. König Brühnir stand, um seine Rede vor den Delegierten zu halten und brach bei der Segenszeremonie zusammen. Was als Versammlung des großen Rates gedacht wurde, wurde zu einer Krönungszeremonie. Als sein Tod verkündet wurde, wurde König Brühnir‘s älteste Tochter Vilga zur Königin des Dünzenkell Königreichs und Beschützerin des Zwergenvolks.

 

Meine Mutter kam als eine andere Frau von Dünthol zurück, mit einer Art von Terror in ihren Augen. Mein Vater und sie blieben die ganze Nacht über in ihrem Raum. Am nächsten Morgen sah ich meinen Vater zum ersten Mal vor Angst erstarrt, als ob er einen Geist gesehen hätte. Wir begannen sofort zu packen und planten zur Miene meines Onkels im Aelan Reich zu gehen. Meinen Brüdern wurde erzählt, dass unser Onkel Godin bei einem Einsturz gestorben sei und wir zu seiner Beerdigung gehen würden. Es war das erste Mal, dass meine Eltern mir und meinen Brüdern eine Lüge erzählten. Wir verbrachten den nächsten Tag damit, die dreitägige Reise vorzubereiten. Als wir gepackt hatten, begannen wir der Straße aus dem Berg hinaus zu folgen.

 

Die Straße nach Dünheim war ein langer Tunnel, welcher an den großen Toren des Berges begann. Es war der einzige Eingang in den Berg, mit einer Länge von einigen Meilen. Normalerweise ist diese Passage gefüllt mit Händlern und Reisenden von ganz Verra. Aber in den letzten Jahren hat sich die Welt verändert und somit die Lebensader nach Dünheim.

 

Wir waren ungefähr eine Stunde von den großen Toren entfernt, als es passierte. Ein lauter Knall hallte durch den Boden und den Wänden wider. Es klang, als ob der Berg sich geteilt hätte. Einige Sekunden darauf folgte ein Rütteln, das unsere Widder beinahe dazu brachte, unsere Vorräte zu Boden fallen zu lassen. Ich konnte meinen Vater seinen Mund bewegen sehen, als er mich anschrie. Aber ich konnte nichts als das laute Läuten in meinem Kopf hören. Es war genau dieser Moment, als ich bemerkte, dass mir etwas nasses auf den Nacken viel. Ich hob die Hand, um zu fühlen, was es war… ich vermutete, dass der Schock verhinderte, dass ich begriff, was soeben passiert war. Meine Finger waren blutgetränkt. Das Rütteln verschwand genauso schnell, wie es begonnen hatte; abgesehen davon, dass mein Vater mir etwas zurief, sah ich meine Brüder darum ringen, den Karren wieder aufzurichten, welcher umgestürzt war. In diesem Augenblick bemerkte ich eine Hand unter der Achse des umgestürzten Holzkarren. Ich rannte ohne zu zögern zu dem Karren und begann so stark ich konnte zu drücken.

 

Das Bild des in sich gestürzten Karren zeigte den verstümmelten Körper meiner Mutter. Sie lag leblos inmitten der Trümmer, als meine Brüder und ich unter Schock standen. Unser Vater durchsuchte verzweifelt die Taschen meiner Mutter, während wir nach der kleinsten Bewegung suchten.

 

„Wo ist es?“ fragte mein Vater, als er Bücher und Kleidung in verschiedenen Taschen zerriss, welche zu Boden geworfen wurden, als der Karren zusammengestürzt war.

 

„Wo ist was?“ sagte ich zu ihm, obgleich seine gesamte Aufmerksamkeit seiner Suche gerichtet war.

 

Mein Gedächtnis füllte sich mit Erinnerungen an meine Mutter. Ich sah meine Brüder in Emotionen aufgelöst und gerade als die Verzweiflung begann die Kontrolle zu gewinnen, hörte ich meinen Vater rufen. „Hab‘ es!“

 

Er eilte zu meiner Mutter und als er über ihr stand, rezitierte er eine Phrase, welche ich nicht verstand. Ein blendender Blitz weißen Lichtes kam aus der Hand meines Vaters. Ein gewellter und verschlungener Zauberstab viel aus seinen Händen. Als ich dann meine Mutter in den Armen meines Vaters husten sah. Meine Brüder und ich eilten zu ihnen.

 

„Wir müssen aus dem Berg hinaus, Bron“ sagte sie zu meinem Vater, als er sie hielt.

 

„Helgun, Thargud, schnell! Helft mir das Essen und die Vorräte zu holen.“ sagte er zu meinen Brüdern. Zu mir schauend sagte er „Dillia, wache über deine Mutter, während ich deinen Brüdern helfe.“

 

Als ich mich zu meiner Mutter saß, meinem Vater und meinen Brüdern dabei zuschauend, wie sie die verbliebenen Vorräte am Sattel des Widders fest schnürten, wandte sie sich an mich.

 

„Dillia, da ist etwas, dass du wissen musst.“ sagte sie.

 

„Ich liebe dich, mehr als das Leben selbst… meine einzige Tochter. Du bist das Licht meines Lebens und ich würde alles tun, um dich zu beschützen.“ ihre Augen begannen zu flackern.

 

„Aber die Dunkelheit ist gekommen.“

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